Monitoring: in Gesichtern lesen

Daumier kannte die Menschen [Ausstellung im Reinhart-Museum Römerholz in Winterthur]

Zuerst wollen wir erkennen, was Monitoring im Kommunikationsbereich überhaupt ist. Definieren könnte man es so: Unter Monitoring versteht man hier die Überwachung laufender Interaktionen. Wie kommen unsere Botschaften an? Wie reagieren Medien auf unseren Output? Was nehmen Besucherinnen und Besucher auf, wenn sie unsere Gäste sind? Was geben angesprochene Personen weiter? Entsteht aus dem Ganzen ein Dialog, oder bleibt unsere Publikum in Distanz? Monitoring: in Gesichtern lesen.

Monitoring als Kontrollinstrument der Kommunikation

Daraus ist zu folgern, dass das Monitoring den Spuren des Austausches folgt, den wir mit unserer Kommunikation anstreben. Im Laufe des Monitorings zeigt sich also der eigentliche Erfolg unserer Massnahmen. Insofern bleibt unser Beobachten jeweils der aktiven Kommunikation auf den Fersen und wertet das Echo aus. Dafür müssen bei den einzelnen Instrumente empfindliche Sensoren eingebaut werden, die uns ein Feedback geben. Was der Radiohörer aufnimmt und wie er reagiert, wir möchten es möglichst genau wissen. Und der Referent liest in den Gesichtern und zieht aus dem Gesehenen seine Konsequenzen.

Corporate Monitoring – warum?

Das Beobachtungsfeld ist aber bedeutend grösser. Wir wollen auch erkennen, was ohne unser Aktivwerden in den Publika geäussert wird über unser Unternehmen. Damit erst zeichnet sich das ganze Programm eines professionellen Monitorings ab. So können wir von einem Corporate Monitoring sprechen, das die Beobachtung nicht dem Zufall, sondern einem gut abgesteckten Suchmuster folgen soll. Die Frage lautet: Weicht das Feedback-Bild vom Soll-Bild ab, dass wir uns vorgenommen haben? In welchen Teilen, und warum?

Feedback und Feedback-Kultur

Die Erkenntnisse leiten wir intern den entsprechenden Stellen zu. Vielleicht muss die Medienstelle ihre Arbeit überdenken. Referenten müssen rhetorische Regeln besser einhalten, beispielsweise mit ihrer Gestik oder mit ihrer Sprache. Unser Marketing läuft vielleicht nicht optimal, oder der Markt wird nicht optimal angesprochen. Monitoring eröffnet damit eine Chance, besser zu werden. Professionelles Monitoring ist für viele Unternehmen und Institutionen unverzichtbar geworden. Monitoring: in Gesichtern lesen. Das ist eine Daueraufgabe. Das Monitoring holt die Feedbacks ab. Das geschieht umso einfacher, je stärker die Feedback-Kultur entwickelt ist.

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