Silvesterböller oder lieber eine Ohrfeige aufs Ohr?

Über die Wirkung des Lärms – je nach Dezibel

Interessante Informationen beim Scholl Hörzentrum in Kreuzlingen

Die Zeit bei Jahresbeginn passte. Dann hatte man die Böllerei der Silvesternacht quasi noch in den Ohren. Was davon war schädlich? Was heisst überhaupt schädlich, wenn es um unsere Ohren geht? Das Scholl Hörzentrum beim Karussell mitten in Kreuzlingen klagte nicht an, sondern bot wichtige Informationen.

So konnten die Passanten einer Tafel entnehmen, was alles geschieht, wenn die Hörschwelle überschritten wird. Da sind Atemgeräusche in 1 Meter Distanz noch eine harmlose Sache, sie liegen bei 25 Dezibel. Ab 40 Dezibel können sich bereits Lern- und Konzentrationsstörungen einstellen. 65 Dezibel erhöhen, wenn dauernd empfangen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ab 85 Dezibel muss man mit Hörschäden rechnen, wenn der Lärm innerhalb einer Woche 40 Stunden lang wirkt. Und bei 120 erreicht man definitiv die Schmerzschwelle. Eine Airbag-Aktion hört sich also recht schmerzhaft an (160 Dezibel). Eine Spielzeugpistole am Ohr wird gar mit 180 Dezibel registriert. Ein Ohr aber, das einen Silvesterböller im Schulterbereich aufnehmen muss, trägt bei 170 Dezibel einen Gehörschaden davon. Das entspricht übrigens einer Ohrfeige, sagen die Akustiker!

Interessantes findet man auch auf der Website des Hörzentrums.