The Unfollowers

Studien zum Weggang der „Entfolger“

Motive der Unfollowers, erschienen bei SproutSocial

Warum kehren User einem Facebook-Angebot den Rücken und entfolgen einer bestimmten Quelle? Auf der Website Sproutsocial findet sich eine aufschlussreiche Studie, aus der man einiges lernen kann: Es ist die Edition VIII des Sprout Social Index, erschienen unter dem Titel „Tuned off“. Maria Leix hat im SportBrain-Blog, gestützt auf diese Studie, eine Warnung an alle Werbetreibenden gerichtet, die zutage tretenden Sünden doch möglichst zu vermeiden. Die Studie lag 2016 vor, hat aber von ihrer Aussagekraft kaum etwas verloren.

Eindeutig am stärksten wird das Publikum durch zuviel Werbung belästigt. Den Usern missfallen aber auch sprachliche Entgleisungen nicht, vor allem Slang und Jargon, welche die Ernsthaftigkeit von Aussagen diskreditieren. Die User vermissen oft eine erkennbare Person, die hinter dem betreffenden sozialen Medium steht, sich also verbindlich zu den gemachten Aussagen stellt. Humor und Originalität werden geschätzt, aber zuviel davon verursacht Ärger. Dasselbe ist der Fall, wenn die verantwortliche Person sich nicht zu den eingebrachten Äusserungen äussert, den Einsender also respektlos im Regen stehen lässt.

Ärger bedeutet noch kein Klick auf „Gefällt mir nicht mehr“. Dieser Schritt ergibt sich zu 46 % wegen der Werbung, zu 41 % wegen fehlender Relevanz der Aussagen, zu 34 % wegen zu hoher Frequenz, zu 29 % wegen unzulänglicher Sprache, zu 17 % wegen Schweigsamkeit und zu 15 % wegen fehlenden Reaktionen des Verantwortlichen. 51 % kehren der Quelle den Rücken zu, weil diese zu stark oder aber zu schwach fliesst. Falsche Kadenz – ein schwerwiegender Fehler also.