Big Data in Griffweite

Digitale Daten begreifbar gemacht

Im Museum für Kommunikation an der Helvetiastrasse 16 in Bern kann man die Welt der digitalen Daten mit Händen greifen. Big Data in Griffweite.

Zwischen Vergangenheit und Zukunft

Abgestimmt auf das Nationale Forschungsprogramm 75 Big Data wurde ein Lehrmittel geschaffen. Und jetzt kann man alles im Museum betrachten. Alte Kommunikationsvehikel stehen neben hochmodernen der Gegenwart – welch ein Vergleich!

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So können Schulklassen im Museum etwas Spannendes erleben. Die Lehrpersonen können je nach Klasse und Zeit ein ergiebiges Programm zusammenstellen, das im Wesentlichen aus den Lehrmittel-Elementen Spiel, Labor und Kommentar besteht. Für Big Data stehen fundierte Unterlagen bereit.

Praktisch und handlich, verlockend und gefährlich

Fast 100 Prozent aller 12- bis 19jährigen besitzen ein Smartphone. Damit können sie auch allerhand anstellen. Dieser Sachverhalt allein schon macht die Bedeutung des Themas Big Data deutlich. 94 Prozent der Jugendlichen sind bei einem Sozialen Netzwerk angemeldet und pflegen dort ihre Kontakte. Verständlich, dass vieles nach Erklärung, Deutung und Gesprächen ruft.

Der Besuch im Museum überrascht, überwältigt und weckt auf. Big Data in Griffweite. Ein Rundgang durch das Museum lässt zunächst die Vergangenheit auferstehen. Wie mühsam doch die Kommunikation damals vonstatten ging! Wer möchte das Schnurtelefon, den mühsamen Radioapparat, die umständliche Schreibmaschine von damals wiederhaben?

Wünsche und Ängste

Aber im Museum lässt sich auch die Zukunft erahnen. Dabei kommen nicht nur Fantasien und Wünsche auf, sondern auch Ängste. Wenn man an die Definition des Begriffes „Kommunikation“ denkt, laut Niklas Luhmann: „gemeinsame Aktualisierung von Sinn“ (Buchtipp: Soziale Systeme). Wie machte man das früher, wie funktioniert das heute? Und wie veränderte sich nur schon der Definitionsteil „gemeinsam“ in all den Jahren! Es gibt interessante Bücher dazu.

Ob das Museum alles bieten kann? Natürlich nicht! Aber anregen kann es. Zusammen mit seiner Präsenz im Web ist das schon sehr viel. Können sich Schulklassen vorstellen, was alles abgeht? Was die digitale Welt nur schon für den Ideenaustausch bedeutet? Oder für den Güteraustausch?

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