Lockdown – wenn das öffentliche Leben zum Erliegen kommt

Verriegelung aus übergeordneten Interessen

Der Ausdruck „Lockdown“ stammt zwar mehrheitlich aus der Schiffssprache und meint dort das geordnete „Hinabschleusen“ eines Schiffes. Aber im Jahr 2020 ist er eindeutig für einengende Massnahmen reserviert, die verhindern sollen, dass sich das Corona Virus weiter ausbreitet. Es bedeutet so viel wie Sperre, Abriegelung, Eindämmung. Befugt dazu ist der Bundesrat, gestützt auf das Pandemiegesetz und die Möglichkeiten der „ausserordentlichen Lage“. Den Lead hat das Bundesamt für Gesundheit.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eine 24-Stunden-Infoline eingerichtet: 
+41 58 463 00 00.

So wie sich Lehrer und Schüler in ihren Klassenzimmern verschanzen, wenn ein Amokläufer die Schule bedroht und eine Verriegelung angeordnet wird, so hält sich eine meist grössere Menschengruppe bei der Corona-Pandemie an einengende Anweisungen der Behörden. Lockdowns sind umfassende staatliche Eingriffe ins öffentliche Leben, während „Flatten the Curve“ (erhöhte persönliche Hygiene) und „Social Distancing“ (Abstand zu anderen Menschen) zu den individuellen Massnahmen gehören. Alles zusammen dient dem Ziel, die Ansteckungswelle zum Abbremsen zu bringen.

Die Begründung liegt auf der Hand: Bei der COVID-19-Pandemie kommt der Wahrung der öffentlichen Sicherheit mehr Bedeutung zu als den Freiheitsrechten Einzelner. Es gilt, die gefährliche ansteckende Atemwegserkrankung möglichst rasch und endgültig einzudämmen. Wobei COVID-19 die Corona virus disease 2019 meint. Den Krankheitserreger nennt man Virus SARS-CoV-2. Wobei SARS so viel wie „schweres akutes Atemwegssyndrom“ bedeutet.

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